Informationen zur Gynäkologie

Die Gynäkologie ist die Lehre von der Entstehung, Erkennung, Behandlung und Verhütung der Erkrankungen des weiblichen Fortpflanzungstraktes.

Um erfolgreich zu züchten unterstützen wir sie als Züchter bei dem richtigen Management ihrer Zuchtstute. Wir beraten sie bei dem Haltungs-, Fütterungs-, Entwurmungs- und Impfmanagement Ihrer Zuchtstute, um diese optimal auf die Zuchtsaison vorzubereiten.

Frühzeitig führen wir die Zuchtauglichkeitsuntersuchung ihrer Zuchtstute durch. Dabei kontrollieren wir mittels Ultraschall den Zyklustatus ihrer Stute, kontrollieren die Follikel und können diagnostisch die Ovulation eingrenzen, um so den optimalen Besamungszeitpunkt zu bestimmen. Dieses erhöht die erfolgreiche Einnistung und führt zu hohen Trächtigkeitsraten. Wir besamen ihre Zuchtstute sowohl mit Frischsperma als auch mit Tiefgefriersperma. Ab dem 18 Tag führen wir eine Trächtigkeistuntersuchung durch, wobei frühzeitig eine Zwillingsträchtigkeit festgestellt werden kann. Sollte ihre Stute Probleme bei der erfolgreichen Aufnahme haben, so können wir in der Klinik eine Uterusbiopsie durchführen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit ihre Stute hormonell zu unterstützen, um so die Rosse und die Ovulation zu induzieren.

Die Gynäkologie ist jedoch nicht nur für die Züchter von Relevanz, sondern auch für Stutenbesitzer, deren Pferd gerne mal „klemmt“ besonders „stutisch“ oder „zickig“ ist. Häufig ist bei diesen Stuten das Sexualverhalten aufgrund von Störungen des Hormonhaushaltes oder krankhaften Veränderungen der Geschlechtsorgane gestört. Gerne können wir den Hormonhaushalt ihrer Stute bei uns in der Klinik untersuchen und mithilfe einer Ultraschalluntersuchung Veränderungen an den Ovarien (Eierstöcke) und dem Uterus (Gebärmutter) feststellen. Bei krankhaften Veränderungen der Eierstöcke wie zum Beispiel Tumore führen wir in der Klinik eine Ovariorektomie durch.

Sollte es zu Geburtsstörungen oder Verzögerungen bei der Geburt kommen, so kommen sie schnellstmöglich in die Klinik. Wir leisten sofort konservative Geburtshilfe und können bei Bedarf einen Kaiserschnitt durchführen. Nachgeburtsverhalten können wir mit mehrfachen Uterusspülungen, Reheprophylaxe und Infusionstherapien direkt behandeln. Bei schweren Geburtsverletzungen führen wir chirurgische Wundversorgung, gegebenfalls eine Scheidenplastik oder eine Mastdarm- oder Scheidenfistelop durch.